Waterloopbos

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Deltawerk//: Entdecken Sie neue Kunst und alte Wissenschaft im Waterloopbos

Die Niederländer und das Wasser. Schon seit Jahrhunderten besteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden und genauso lange schon spezialisieren sie sich auf die Nutzung dieses Wassers. Weltberühmt sind natürlich die Entwässerungsprojekte, bei denen durch Leerpumpen der Polder Land gewonnen wurde. Aber genauso bekannt sind sicherlich Wehre wie die Deltawerke und der Abschlussdeich, den die Niederländer als Schutz gegen das Wasser um sie herum gebaut haben. Alles in allem schufen die Niederländer mit viel Fachwissen und Durchhaltevermögen die Niederlande, wie wir sie heute kennen. International sind wir deshalb als das Labor der Welt bekannt, wenn es um Wasserwirtschaft geht.

Versuchsfeld für das Wissen über internationale Wasserbewirtschaftung

Um all das Wissen zu sammeln, mit dem wir unsere Wasserwerke entwickelt haben, war die Durchführung von Tests unverzichtbar. Das geschah nach dem zweiten Weltkrieg in der Vorcomputerzeit, im Waterloopkundig Laboratorium im Noordoostpolder in Flevoland. Hier konnte man mit größeren Testmodellen experimentieren und dank der niedrigen Lage Wasser ein- und auslassen, ohne zu pumpen. In mehrere hundert Meter langen Betonbecken wurden Wellenbewegungen untersucht und Schleusen, Häfen und Flussteile nachgebaut. Hiermit wurden nicht nur Erkenntnisse für das Anlegen von beispielsweise den Deltawerken gewonnen, sondern auch für große internationale Projekte wie etwa den Hafen von Bangkok oder einen libyschen Ölhafen. Insgesamt wurden im Waterloopbos in Flevoland gut 200 Tests an 32 verschiedenen Stellen durchgeführt. Hierfür wurden jedes Mal neue Modelle gebaut oder bestehende Modelle angepasst.

Foto: Léontine van Geffen-Lamers
Foto: Léontine van Geffen-Lamers

Deltawerk//: Ode an die niederländische Ingenieurskunst

Inzwischen hat der Waterloopbos seine ursprüngliche Funktion verloren und wurde 2016 zum Nationaldenkmal ernannt. Die Künstler Ronald Rietveld und Erick de Lyon wurden dann von Natuurmonumenten gebeten, aus der berühmten „Deltagoot“ ein Kunstwerk von Format zu machen. Es wurde Deltawerk// genannt und großartig ist es auf jeden Fall! Aus den Wänden der 250 Meter langen Deltagoot sägten sie riesige Betonteile heraus, die dann gedreht und in verschiedenen Winkeln aufgestellt wurden. Dies führt zu einem magischen Erlebnis von Licht und Schatten mit dazwischen fantastischen Aussichten auf die umliegende Natur. So ist Deltawerk// ein einzigartiges Objekt, das eine Ode an die Vergangenheit und die großartige Ingenieursarbeit darstellt, die verrichtet wurde.

Wandern

Wenn Sie den Waterloopbos besuchen und das beeindruckende Kunstwerk Deltawerk besichtigen wollen, stehen Ihnen verschiedene schöne Wanderwege zur Auswahl. Denn neben Deltawerk können Sie sich noch etliche skalierbare Modelle von Wasserwerken aus der ganzen Welt anschauen, von internationalen Häfen über die Maasebene hin zum Hafen von IJmuiden. Außerdem werden Sie bemerken, dass dieser Ort im Nordostpolder auch viel bezaubernde Natur zu bieten hat. Vom Besucherzentrum „Paviljoen Het Proeflab“ aus können Sie sich eine der diversen schönen Wanderrouten aussuchen.

Fahrrad fahren

Wollen Sie noch mehr von dieser fantastischen Umgebung sehen? Dann gibt es auch zahlreiche tolle Routen für Fahrrad und Mountainbike. Sie fahren dann durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Äckern (mit bunten Tulpenfeldern im Frühling), Gewässern und Wälder über den Boden der 1942 trockengelegten Zuiderzee. Sie radeln hier denn auch unter dem Meeresspiegel! Den Höhenunterschied zwischen Land und Wasser sehen Sie am besten, wenn Sie über den Deich radeln. Ein heißer Tipp unter den Fahrradrouten ist zum Beispiel die Route „Von der Warft zur Insel“. Bei dieser Tour fahren Sie durch die weitläufigen Polder von Flevoland in einer Umgebung aus Blumenzwiebelfeldern und Blüten. Außerdem können Sie dann die frühere Insel Schokland entdecken und vielleicht das Museum Schokland besuchen.

Gut essen und herrlich schlafen

Wollen Sie ein leckeres Mittagessen oder Abendessen genießen, nachdem Sie den Waterloopbos und die bezaubernden Kunstprojekte besucht haben? Dann ist der Strandpavillon „Netl de Wildste Tuin“ eine ausgezeichnete Wahl. Hier genießen Sie eine bezaubernde Aussicht auf das Badegewässer und einen herrlichen Naturspielplatz für die Kinder. Die Speisekarte wurde von den sogenannten „blauen Zonen“ inspiriert, also Gegenden, in denen die Menschen dank ihrer gesunden Ernährung besonders alt werden, wie zum Beispiel Okinawa in Japan, Ikeria in Griechenland oder Loma Linda in Kalifornien. Wie dem auch sei, man kann hier herrlich essen und auch noch gesund! Außerdem können Sie bei „Netl de Wildste Tuin“ prima übernachten. Hierfür bieten sie besondere Unterkünfte an wie zum Beispiel einen Seecontainer, eine Wanderhütte, einen Baucontainer, eine Pionierswohnung oder einfach den Campingplatz.

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